Wer in den 90ern aufgewachsen ist, der erinnert sich mit Sicherheit an den sensationellen Filmerfolg von “Jurassic Park”. Wahrscheinlich haben die meisten Zuschauer damals auch das Wort Paläontologe beziehungsweise Paläontologie zum ersten Mal gehört. Viele Kinder haben daraufhin spontan beschlossen, auch diesen spannenden Beruf zu ergreifen und selbst nach Dinosaurierknochen oder nach einem Mammutskelett zu graben. Doch was bedeutet Paläontologie eigentlich?
Paläontologie-Definition
Das Wort Paläontologie setzt sich zusammen aus den griechischen Begriffen für “alt” und “das Seiende” und ist sowohl in der Biologie, als auch in der Geologie verwurzelt. Kurz gesagt ist die Paläontologie die Wissenschaft der Lebewesen der Urzeit oder auch der Lebewesen vergangener Zeitalter. Anders gesagt, untersucht ein Paläontologe oder eine Paläontologin die Entwicklung und die Ausbreitung des Lebens auf unserem Heimatplaneten. Dies geschieht durch Einordnung, Datierung und Rekonstruktion von Fossilien aller Art.
Paläontologie-Fachgebiete
Wer Paläontologie studiert, muss jedoch nicht zwangsläufig auch mit einem Mammutskelett in Berührung kommen. Innerhalb dieser Wissenschaft existieren noch zahlreiche verschiedene Fachrichtungen und Spezialisierungen. Grundsätzlich wird dabei zwischen dem Studium der Pflanzen (Paläobotanik) und dem Studium des Tierreichs (Paläozoologie) unterschieden. Diese wiederum gliedern sich noch einmal in verschiedene Schwerpunktrichtungen auf. So untersucht die Fossilisationslehre (Taphonomie) den Weg eines Lebewesens von dessen Tod bis hin zur Fossilwerdung.
Paläontologie-Einsatzgebiete
Tatsächlich ist die Paläontologie heute gefragter denn je. Beschäftigt sie sich doch gezielt mit der Evolutionsgeschichte und der gesamten Entwicklung unseres Heimatplaneten. Dadurch können wertvolle Erkenntnisse über vergangene Ereignisse gewonnen werden, welche wiederum Prognosen für die Zukunft ermöglichen. So lässt sich beispielsweise aus einem Mammutskelett sehr genau bestimmen, wann das Mammut gelebt hat, woran es gestorben ist, wie alt es war und wie die Umweltbedingungen zu der jeweiligen Zeit waren. Dies liefert unter anderem wertvolle Erkenntnisse für die Klimaforschung. Übrigens genügen einem Paläontologen oder einer Paläontologin schon kleine Holzreste, um eine hinreichend genaue Altersbestimmung durchführen zu können.
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Di, Dez 13, 2011
Naturwissenschaften