Das größte Raubtier, welches jemals durch die Weltmeere kreuzte, war das prähistorische Raubtier, der Monster-Hai namens Megalodon. Der 12 bis 13 Meter lange Riesenhai wog bis zu 14 Tonnen. Seine Zähne waren 15 cm groß, die Schwanzflosse maß vier Meter, die Rückenflosse war 2 Meter hoch. Die ersten Exemplare tauchten vor rund 25 Millionen Jahren auf und bis vor etwa 11.000 Jahren waren sie noch existent, was neueste Zahnfunde auf dem Meeresboden im Südpazifik belegen.
Die Überreste der Megalodons fand man nahezu überall auf dem gesamten Erdball. Meist sind es nur noch Zähne, die man entdecken kann, da sich das aus Knorpeln bestehende Skelett eines solchen Hais an der Luft sehr rasch zersetzt. Naturstämme und primitive Völker glaubten, diese Riesenhai Zähne seien Geschenke der Götter an sie, da man aus ihnen wertvolle Werkzeuge und überlebensnotwendige Pfeilspitzen anfertigen konnte. Man geht bis heute davon aus, dass der Megalodon über Millionen von Jahren hinweg der unangefochtene Herrscher der Weltmeere war, denn so ein Gigant war auch zu jener Zeit ohne jegliche Konkurrenz. Er war immerhin rund zweimal so groß wie unsere heutigen weißen Haie.
Zu welcher Gattung gehörte der Riesenhai?
Die Wissenschaft gab dem Megalodon den Namen Carcharocles megalodon und man vermutete lange Zeit, dass er zur selben Gattung wie der Weiße Hai zählt, heute ist das strittig. Man geht davon aus, dass der Megalodon und der weiße Hai sogar im Zeitalter des Miozän und des Pliozän gleichzeitig nebeneinander durch die Ozeane zogen. Sicher ist, dass beide Meeressäuger zur Gattung der Makrelenhaie zählen. Doch auch von den Megalodons gab es mehrere Untergattungen, was sich anhand der Zahn- und Knochenfunde rekonstruieren ließ. Ein Exemplar davon wurde dann “Paleocarcharodon” getauft und es verfügte über stark zusammengepresste Zähne mit einem Sägerand, der sehr unregelmäßig war. Dieses Exemplar dürfte die Basis gelegt haben für den heutigen Weißen Hai.
Wo kann man die Überreste von Megalodons heute noch sehen?
Man hat vielerorts die Kiefer solcher Giganten nachgebaut und dabei die Originalfunde der Zähne in das Kieferskelett mit eingearbeitet. In so einem aufgerissenen Haimaul hätte ein großer Mann aufrecht stehend hineingepasst. Bewundern kann man solche gewaltigen Kieferrekonstruktionen beispielsweise im berühmten New Yorker American Museum of Natural History oder im Oberösterreichischen Landesmuseum in Linz und natürlich auch in vielen weiteren naturhistorischen Museen.
Das Beuteschema des Riesenhais
Der Megalodon hatte sich als Beutetiere auf große Wale spezialisiert, was auch fossile Funde von Walen mit gigantischen Biss-Spuren bezeugen. Warum die Riesenhaie ausgestorben sind ist ungewiss, man vermutet, das schnellere, kleinere und wendigere Raubfische ihnen den Rang abgelaufen haben und der Monsterhai zumindest vom effektvolleren Jäger, dem Weißen Hai, schlichtweg ersetzt wurde.
Foto: Michael Rosskothen – Fotolia.com


Di, Dez 13, 2011
Wissenschaften